Resilienz im Vertrieb

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@unsplash (count chris)

Wenn alles wichtig ist, aber der Tag nach wie vor nur 24 Stunden hat, dann ist mentale Stärke gefragt.

Besonders im Vertrieb sind die Herausforderungen vielfältig:

Die Zahlen müssen stimmen, egal, wie die Rahmenbedingungen sind. Die Pandemie und damit verbundene Konsequenzen oder andere Ereignisse stecken die Mitarbeiter:innen doch locker weg, oder?

Wie schaffen es manche Menschen, sich trotz aller Umstände immer wieder aufzuraffen? Sich von den Widrigkeiten des Lebens nicht unterkriegen zu lassen? Dazu mehr im heutigen Blog-Beitrag.

Der Begriff „Resilienz“ kommt aus der Materialkunde.  So bezeichnet man Stoffe, die immer wieder in die Ausgangsform zurückgehen, egal, wie man sie dreht oder quetscht und bezogen auf den Menschen kann man sie als eine innere Widerstandskraft oder Widerstandsfähigkeit bezeichnen.

In meinen letzten Vorträgen zum Thema Resilienz habe ich die wissenschaftlich anerkannten Faktoren erläutert, die dazu beitragen, dass diese mentale Stärke aufgebaut werden kann.

Resilienzfaktoren sind zum Beispiel

  • Akzeptanz
  • Optimismus
  • Lösungsorientierung
  • ein Netzwerk, das uns unterstützt
  • Selbstwirksamkeit

Fähigkeiten, die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen im Vertrieb unter anderem benötigen, um vertrauensvolle Kundenbeziehungen aufbauen und pflegen zu können.

Resilienz im Vertrieb aufbauen

„Eat the frog first“, hat mir einer meiner Mentoren empfohlen. Wir kennen die Aussage, dass wir manchmal die ein oder andere Kröte schlucken müssen. Das können Aufgaben sein, die wichtig sind, die wir aber nicht mögen. Wie kann die Lösung aussehen?

Verschaffen Sie sich zu Beginn des Tages einen Überblick über die zu erledigenden Aufgaben, priorisieren sie nach Wichtigkeit und beginnen mit dem Unangenehmen. So ist es erledigt und verfolgt Sie nicht mehr wie ein dunkler Schatten im Hintergrund.

Der Nebeneffekt ist, dass dieses Verhalten eine angenehme Erfahrung kreiert, die sich auf Ihre Überzeugungen auswirkt. Je mehr positive Erfahrungen Sie damit machen, umso einfacher wird es beim nächsten Mal, sich diesen „Fröschen“ zu widmen.

Lösungsorientierung sorgt für Resilienz im Vertrieb

Manchmal sieht es so aus, als ob es kaum Möglichkeiten gibt, Kunden zu erreichen. „Es ist Sommer. Viele sind im Urlaub“, hört man gerade häufig.

Disziplin und intrinsische Motivation sind gefragt, um nicht in diese Falle zu tappen. Wer will, findet Wege, wer nicht will, findet Ausreden.

Hier helfen realistische Ziele und der Fokus auf die Kontakte, die sich für Sie und Ihr Angebot interessieren. Denn, wenn Sie sich nicht zu lange mit negativen Kontakten aufhalten, ist es einfacher, die gute Laune zu behalten.

Ein Netzwerk, das unterstützt

Apropos gute Laune. Lösungsorientiert handeln bedeutet auch, für sich selbst zu sorgen. Schließlich geht es darum, anderen Menschen ein angenehmes Kauferlebnis zu verschaffen. Kunden wollen kaufen und nicht etwas verkauft bekommen. Schon gar nicht von jemandem, der den Eindruck erweckt, dass ihm seine Arbeit keinen Spaß macht.

Wer sich Zeit für Freunde, Familie und sich selbst nimmt, kann wunderbar Kraft tanken.

Auch ein berufliches Netzwerk, das das Arbeiten zu einem angenehmen Erlebnis macht, hilft im Alltag. Sympathische Kunden und Geschäftspartner sind Balsam für die Seele. Und Unterstützung tut gut. Der Austausch mit Gleichgesinnten ist wichtig.

Akzeptanz – wichtig für die Resilienz im Vertrieb

Und diese Gespräche zeigen auch, dass bestimmte Dinge nicht nur für Sie eine Herausforderung darstellen. Manches ist einfach wie es ist. Wir können es weder kontrollieren, noch beeinflussen. Hier hilft nur Akzeptanz.

Ich kann das Wetter nicht verändern. Wenn es regnet, kann ich sagen: „Es ist ein lausiger Tag.“

Ich kann aber auch einfach aus dem Fenster blicken und sagen: „Es ist ein nasser Tag. Ich nehm mal besser den Regenschirm mit, damit ich trocken bleibe.“ Hier wechsle ich in den Bereich, den ich kontrollieren kann: Mein Verhalten.

Optimismus

Denn alles, was ist, geht vorbei. Auch die sogenannten schlechten Zeiten. Und mit Optimismus ist nicht gemeint, dass Sie die Welt durch eine rosarote Brille betrachten sollen… sondern…

Richten Sie Ihren Fokus auf das, was funktioniert. Es gibt so viele Dinge, für die wir dankbar sein können. Alleine die Tatsache, dass wir leben. Sie sind heute Morgen aufgewacht. Nicht jeder hat das Privileg. Rein rechnerisch sterben jede Sekunde 1,76 Menschen. Aber Sie dürfen diesen Tag erleben.

Spannend fand ich die Fragen in einem Buch: „Was würden Sie für das bezahlen, was Sie gerade im Leben haben?“ Damit waren zum Beispiel Menschen gemeint, die uns wichtig sind oder unsere Gesundheit. Frieden. Natur. Fließendes Wasser und und und. Die vielen Kleinigkeiten, die häufig als selbstverständlich betrachtet werden.

Selbstwirksamkeit

Richten wir unsere Aufmerksamkeit auf die wichtigen Dinge in unserem Leben und sind dankbar für das, was wir haben, ziehen wir automatisch mehr von diesen Erfahrungen in unser Leben.

In Krisen Chancen zu sehen ist nicht immer einfach. Aber es stecken ungeahnte Möglichkeiten darin, wenn wir wissen, wie wir damit umgehen können. In besonderen Zeiten brauchen wir Strategien, um unsere Resilienz zu stärken. Denn JEDER kann durch Krisen und Schicksalsschläge an Resilienz verlieren.

Und wenn wir es schaffen und übermäßige Anforderungen überwinden, stellt das eine Quelle für Wachstum und neue Kraft für künftige Notlagen dar. D. h. Resilienz lässt sich aufbauen.

Ein Video dazu finden Sie auch auf meinem YouTube Kanal. Der Titel meiner Rede lautet: „Kopfgefühle: Deine Gedanken sind wichtiger als Worte.“

Wenn Sie mehr zum Thema wissen möchten, vereinbaren Sie gerne hier Ihr kostenfreies Erstgespräch oder schreiben Sie mich über meine Kontaktseite an.

Ihre

Alexandra Langstrof

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