„Die deutsche Wirtschaft zeigt endlich wieder überraschende Lichtblicke“, heißt es auf der einen Seite. Gleichzeitig herrscht Hochkonjunktur für Insolvenzverwalter.
Und wie sieht es in den Unternehmen aus?
Eines lässt sich aktuell in den meisten deutschen Firmen beobachten: gravierende Veränderungen. Nicht zuletzt muss oft mit weniger Personal dieselbe Produktivität erreicht werden.
Das führt häufig zu Umstrukturierungen und den vermehrten Einsatz neuer Technologien.
Wie wirkt sich das aus?
Dieser Beitrag ist ohne KI geschrieben 😉.
Welche Rolle spielt dabei die Unternehmenskultur?
Mehrere Aspekte belasten die Unternehmen. Unter anderem sind die Kosten in Deutschland so stark gestiegen, dass dies zwangsläufig zu Einsparungen führen muss. Veränderungen gehören zum Leben, aber die heutige Situation gleicht einer Transformation. „Kosten senken und abwarten, bis es vorbei ist“, funktioniert nicht mehr.
Führungskräfte können Krisen nicht einfach „aussitzen“, sie müssen Teams durch dauerhafte Unsicherheit steuern.
Genau in solchen Phasen der gefühlten Unsicherheit nehmen sie die Rolle des „Leuchtturms“ ein: Orientierung, Stabilität und Sicherheit, auch wenn die äußeren Umstände rau sind. Sie sind die Architekten der Unternehmenskultur.
@Unsplash (James Peacock)
Aufgaben der Führung sind z. B.:
- das Kerngeschäft stabilisieren
- neue, (digitale und) nachhaltige Geschäftsmodelle aufbauen
- transparent, authentisch und ehrlich sein – und auch Grenzen setzen
- psychologische Sicherheit schaffen
- eine empathische Unternehmenskultur fördern
Zum Thema Empathie finden Sie mehr in den Blog-Beiträgen Empathie als Führungsqualität und Schwierige Situationen als Führungskraft meistern.
„Vorbild ist besser als jede Vorschrift“
Dieser Satz ist eine abgewandelte Form des Zitats von Prof. Dr. Hans-Jürgen Quadbeck-Seeger. Im Original lautet er: „Vorbild wirkt mehr als Vorschrift.“ Die zentrale Botschaft bleibt.
Wer zum Beispiel selbst unpünktlich ist, kann kaum erwarten, dass er als Vorbild zum Thema „Pünktlichkeit“ wahrgenommen wird.
Wer die Nutzung von bspw. CRM-Systemen anordnet, selbst aber mit handgeschriebenen Notizen und Excel-Listen arbeitet, verliert an Glaubwürdigkeit.
Einsatz von Technologien
Eine Führungskraft sollte, um beim Beispiel CRM zu bleiben, das System selbst nutzen. Es geht nicht darum, ein technischer Experte zu sein, selbst programmieren zu können oder ein System zu administrieren.
Vielmehr kann sie vorleben, wie das System Zeit spart, indem zum Beispiel relevante Berichte per Knopfdruck generiert werden. Durch die eigene, sichtbare Nutzung wird die Technologie Teil der gelebten Unternehmenskultur.
Wenn Unternehmen ein CRM-System einführen, liegt das Scheitern selten an der Technik. Vielmehr lässt es sich meist auf die mangelnde Nutzerakzeptanz zurückführen. Werden diese bei der Einführung des Systems nicht zielführend in den Prozess eingebunden, fühlt sich das Pflegen der Daten für sie nur wie administrative Zusatzarbeit an.
Andere empfinden es als Überwachungsinstrument des Managements, wodurch jede Aktivität messbar und auswertbar wird. Besonders im Vertrieb kann es auch als Machtverlust empfunden werden, wenn das persönliche Wissen, die wertvollen Informationen über Kunden, plötzlich für alle transparent sichtbar im System sind.
Unternehmenskultur im Wandel
Worum geht es hier genau? Was hat sich verändert?
Menschen lassen sich in modernen Unternehmen nicht mehr „von oben herab“ einfach steuern. Dieses veraltete, rein hierarchische Prinzip, schlägt heute oft fehl. Abgesehen davon entwickeln Menschen, die nur Befehle ausführen, meist auch nicht mehr als „Dienst nach Vorschrift“.
Auch die Digitalisierung hat ihren Beitrag zum Kulturwandel geleistet, da alles komplexer geworden ist und mehr Informationen zur Verfügung stehen. Die Führung kann nicht mehr alleine über alle Details in Kenntnis sein.
Das bedeutet, dass Führungskräfte auf das Fachwissen und die Initiative ihrer Mitarbeitenden angewiesen sind. In meinen Potentialberatungen sind daher immer alle am Prozess Beteiligten dabei.
Aber auch Workshops, in denen die Mitarbeitenden interaktiv mitgestalten können, tragen zum Teambuilding bei. Gemeinsam erreichen die Teams mehr.

In Krisensituationen ist eine klare Richtung notwendig
Besonders in stürmischen Zeiten, wenn schnelle, existenzielle Entscheidungen getroffen werden müssen, gibt die Führung jedoch eindeutig und klar die Vorgehensweise vor.
Hier ist es nicht möglich, lange Entscheidungs- und Abstimmungsprozesse zu durchlaufen.
Genau das ist die Kunst, zu erkennen, wann sich eine Krise anbahnt und strategische Leitplanken zu setzen. Im besten Fall lassen sich so bedrohliche Situationen durch regelmäßigen Austausch vermeiden.
Fehlerkultur
Dabei müssen die Vision, die Werte und die übergeordneten Ziele nach wie vor von der Führung vorgegeben werden, damit nicht alle Abteilungen in verschiedene Richtungen laufen. In meinen Lehrgängen lernen Sie zum Beispiel, wie OKRs – Objectives und Key Results (Framework für die Umsetzung) in der Praxis angewendet werden.
Im nächsten Zertifikats-Lehrgang Hybrid Sales Manager, der am 19.10. als Online-Weiterbildung startet, beschäftigen wir uns darüber hinaus neben dem praktischen Einsatz von modernen Technologien auch mit den Erfolgsfaktoren für nachhaltiges Wachstum.
Denn manchmal zeigt sich in einem Projekt, dass ein Neustart hilfreicher als ein endloses Abwandeln und Nachbessern ist. Das ist besonders ärgerlich, wenn bereits viele Ressourcen und Zeit verwendet wurden.
Merkmale moderner Unternehmenskultur
Durch eine moderne Unternehmenskultur lässt sich ein Neustart nach einer langen Projektphase meist verhindern. Die dafür notwendigen Aspekte sind:
Psychologische Sicherheit
Fehler gehören zur Entwicklung dazu. Besonders, wenn Neues eingeführt wird. Diese sollten entsprechend reflektiert werden, um daraus zu lernen. Was genau hat nicht funktioniert? War die Umsetzung mangelbehaftet oder fehlten Aspekte?
In modern geführten Unternehmen haben Mitarbeitende keine Angst vor Gesichtsverlust oder Kündigung, wenn etwas nicht wie erwartet lief. Sie berichten frühzeitig davon.
Fehler in frühen Projektphasen verhindern so, dass später gravierende Fehlentwicklungen entstehen. Dadurch können Ressourcen und Nerven geschont werden.
Lösungsorientierte Perspektive
Vor dem Einführen neuer Prozesse oder Technologien gilt es auch zu prüfen, ob die Zeit dafür schon gekommen ist. Häufig müssen vorab noch einige Dinge geändert oder angepasst werden.
In meinen über 30 Jahren, in denen ich Projekte begleite, habe ich tatsächlich keines erlebt, wo an alles gedacht wurde. Fehler sind menschlich. Der Fokus auf die Lösung hilft, den für das Unternehmen UND die Mitarbeitenden passenden Weg zu finden.

Was verändert sich für Sie, wenn Sie angestellt sind?
Das Verständnis von Arbeitsplatzsicherheit und den täglichen Anforderungen verändert sich grundlegend.
🎓 Die Bereitschaft, sich permanent weiterzubilden, ist eine gesunde Basis.
💚 Aufgabenbereiche und Teamstrukturen verändern sich – gehen Sie mit und seien Sie flexibel.
🧾 Die Fähigkeit zur Selbstorganisation und Abgrenzung wird zur Kernkompetenz.
Positive Kommunikation hilft Ihnen nicht nur, Grenzen freundlich zu kommunizieren, sondern stärkt auch Ihre Selbstsicherheit.
Nicht jeder möchte den Weg alleine gehen. Ein professionell ausgebildeter Coach kann Sie auf Ihrem Weg begleiten.
Bei Fragen buchen Sie sich gerne online Ihren kostenlosen Wunschtermin oder schreiben Sie mir.
Ihre
Trainerin | Beraterin Vertrieb 4.0 | Syst. Coach | Speakerin | Autorin✍️ Ich bilde Digital Sales Manager:innen aus 🎯




